Wühlmausfang

So fängt man am Bläsiberg Wühlmäuse
Die Wühlmaus lebt als erwachsenes Tier ganzfährig unter der Erde in einem von ihr errichtetem Tunnelsystem. Um eine Wühlmaus zu fangen muss man also zuerst einen Gang dieses Systems entdecken. Erste Hinweise sind hierbei verwühlte Bodenstellen mit einem flachen Erdhaufen. Nun geht man in einem Abstand von ca 50 cm bis 1 m um den Erdhaufen herum und “tastet” mit der Schuhferse” den Boden ab. Man drückt also mit der Ferse auf den Boden bis man an eine Stelle kommt, an dem der Boden einfacher einzudrücken ist. Diese Stelle gräbt man mit einer kleinen Schaufel oder einem Spaten auf und findet zumeist einen Gang.

 
  Die Gangöffnungen werden offengelegt und am besten in Ruhe gelassen. Wenn dieses Gangsystem bewohnt ist, kontrolliert die Maus ihr Gangsystem und “verwühlt”, also verschliesst die Öffnungen wieder mit Erde. Ist dies der Fall, wird der Gang wieder geöffnet. Danach kontrolliert man ob der Gang auf einer Länge von ca. 20 cm gerade verläuft. Dies erfolgt mittels stabielem Holzstab oder man kann auch einen Esslöffel dazu nehmen. Kann man auf dieser Lände Kurven oder Abzweigungen ertasten, dann muss man den Gang weiter öffnen, bis man auf ein gerades Stück trifft.

Holzkastenfalle
 
 

Die Wühlmäuse sind bei unübersichtlichen Stellen im Gangsystem sehr vorsichtig und würden eine hier aufgestellte Falle mit Erde “zuschieben”, also nicht in die Falle laufen.

Der Fallentypen gibt es sehr viele und jeder Fänger schwört auf einen anderen Typ. Bei uns kommt eine sogenannte “Holzkastenfalle zum Einsatz. Die Falle wird eifach mit einem Bügel gespannt, der Auslöser mit einem Köder (Möhre oder Löwenzahnwurzel) versehen. Die Falle wird nach dem Spannen ganz einfach vor den geöffneten Gang gestellt und die Übergänge mit Boden verschlossen. Die Maus lässt dann meist nicht lange auf sich warten, kontrolliert Ihr Gangsystem aufs neue und trifft dann auf den Köder den sie mitnehmen will ...

 

 

     
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